Rückblick Jubiläum

Statement des Vorsitzenden Pfr. i.R. Hans-Georg Filker zum Doppeljubiläum von Berliner Gasthausmission und KDG Deutschland.

Wir blicken auf ereignis- und inhaltsreiche Tage zurück, in denen wir unser Doppeljubiläum gefeiert haben.

Der Ausgangspunkt: wir wollten uns von der Pandemie und von Putin nicht das Heft des Handelns aus der Hand nehmen lassen. Das ist gelungen. Den Menschen, die dabei waren, konnten wir Mut, Erkenntnisse und Zuversicht mit auf den Weg geben. Allerdings bot dieses Juni-Wochenende für das Gastgewerbe endlich einmal Gelegenheit für gute Geschäfte. Personalknappheit und hoher Krankenstand machten sich schmerzhaft bemerkbar. Das haben wir bei der Zahl der Teilnehmenden zu spüren bekommen.

Aber eine motivierte Gruppe ist der Einladung am Freitag zu MISSION GET MOVED gefolgt. Die Sängerin Antje Rietz hat musikalisch den Berliner Sound lebendig gemacht und Jörn Brinkmann, Vize-Präsident des DEHOGA Berlin und Chef des berühmten STAEV hat ein inhaltlich mitreißendes Grußwort überbracht.

MISSION ZUKUNFT, die Fachtagung im ESTREL, hat die Herausforderungen, vor denen das Gastgewerbe steht, auf den Punkt gebracht. Dabei haben wir auch profitiert von dem Erfahrungsschatz von Willy Weiland, dem langjährigen Chef des Berliner InterConti und früheren Berliner DEHOGA Präsidenten: NACHHALTIGKEIT, GASTFREUNDSCHAFT, DIGITALISIERUNG und WERTEORIENTIERUNG wurden auf die praktische Ebene herunter gebrochen. Ein unerwarteter Kommentar kam vom Tontechniker des ESTREL, der die ganze Veranstaltung begleitet hatte: „Das war mal eine echt interessante Tagung!“

MISSION ON TOUR auf dem Schiff und auf dem Fernsehturm brachten am Sonntagnachmittag die Einstimmung auf das Thema des Festgottesdienstes im Berliner DOM:

MISSION HOFFNUNG mit dem anschließendem Empfang, von dem sich viele erst spät verabschiedeten, nachdem es nicht nur gute Getränke und ein gutes Buffet gab, sondern auch Schmankerl von Tatort-Schauspieler Stephan Grossmann, der der Berliner Gasthausmission seit vielen Jahren verbunden ist. Es ist doch wirklich gut, sich mal wieder „live“ zu treffen.

Ein herzlicher Dank allen Helfenden, UnterstützerInnen und SponsorInnen.

Ein alter, aber wichtiger und aktueller Wunsch kam an diesem Sonntagabend im DOM für das Gastgewerbe zur Sprache:

Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, damit ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.

Hoffnung, Freude und Friede, powered by the Holy Spirit – unsere Perspektive für die Zukunft, wo wir uns gerne weiter bewegen wollen in und für das Gastgewerbe.

Weihnachtsbote 2021 erschienen

Auch in diesem Jahr folgt der KDG Württemberg seiner guten Tradition und bringt in den Weihnachtsboten in der Adventszeit heraus.

Im Boten geht es um Geschichten, in denen sich Gastronomie und Glaube begegnen. Er ist für die Menschen im Gastgewerbe gedacht, die oft genug über die Weinachtstage arbeiten müssen und möchte Ihnen ein Stück Besinnlichkeit und Festfreude vermitteln.

Das komplette Heft können Sie bei uns als PDF herunterladen: Weihnachtsbote 2021



Mitgliederversammlung des KDG

Am 1. März 2021 hat der Kirchliche Dienst im Gastgewerbe e.V. seine jährliche Mitgliederversammlung veranstaltet. Das Treffen fand aufgrund der Pandemielage virtuell statt.

Neben den Formalia wie Jahresbericht und der Wahl eines Kassenprüfers war zu einem thematischen Tagesordnungspunkt Betriebsärztin Dr. Johanna Volpert aus Berlin zugeschaltet. Sie berichtete aus ihrer Arbeit und stellte in einem Vortrag die Herausforderungen und Maßnahmen der Pandemiebekämpfung im Hotel- und Gastgewerbe vor. Einen besonderen Schwerpunkt legte sie dabei auf die Hygienemaßnahmen und beantwortete dazu auch die Rückfragen der Vereinsmitglieder.

Der Vorsitzende wies auf das kommende 150jährige Jubiläum des KDG im Jahr 2022 hin. Dazu soll es neben einem Gottesdienst in Berlin auch eine Tagung geben, die Ideen dazu werden auf eine erweiterten Vorstandssitzung gesammelt.

In einer Schlussrunde berichteten die Mitglieder aus ihrer konkreten Arbeit vor Ort. Es wird deutlich, wie sehr der Hotel- und Gastrobereich unter der aktuellen Situation leidet und dass die Mitarbeitenden an vielen Orten Unterstützung, Zuspruch und Fürbitte benötigen.

Start in herausfordenden Zeiten

Lukas Gansky berichtet von seinem Weg vom Theologiestudium zur Leitung eines Gästehauses beim Knigge-Papst.

Ein richtig heißer Sommertag neigt sich dem Ende entgegen, die Schatten werden länger und der Himmel wird in unvergleichliches Purpur getaucht. Die Kerze auf dem Tisch zuckt in der lauen Luft und erhellt das erste Dunkel der Nacht.

Gemeinsam mit Rainer und Ilona Wälde sitzen wir an diesem Abend im August im Garten des Gutshofs, direkt hinter dem Gästehaus. Wir hören gespannt ihre Geschichten zur Gutshof Akademie und bekommen einen ersten Einblick in ihren Weg nach Nordhessen. Immer wieder unterbreche ich und stelle Fragen zur Auslastung, zum Umsatz oder zur Pacht. Im Nachhinein erzählte Ilona, dass wir in diesen Momenten etwas verkopft aufgefallen sind. Und wahrscheinlich hat sie damit recht.

weiterlesen…

Weihnachtsbote und Weihnachtsandacht aus Württemberg

In guter Tradition gibt der KDG Württemberg seit vielen Jahren den Weihnachtsboten in der Adventszeit heraus.

Im Boten geht es um Geschichten, in denen sich Gastronomie und Glaube begegnen. Er ist für die Menschen im Gastgewerbe gedacht, die oft genug über die Weinachtstage arbeiten müssen und möchte Ihnen ein Stück Besinnlichkeit und Festfreude vermitteln.

Das komplette Heft können Sie bei uns als PDF herunterladen: Weihnachtsbote 2020

Weil der jährliche Gottesdienst für das Gastgewerbe dieses Jahr nicht stattfinden kann, stellt der KDG Württemberg außerdem eine Online-Andacht zur Verfügung. Sie ist auch per Direktlink abrufbar unter www.weihnachtsbotschaft-gastgewerbe.de

Eine besondere Zeit voller Herausforderungen

Sylvia Polinski leitet als Chefin das Hotel und Restaurant „Lamm“ in der Nähe von Stuttgart und ist Mitglied im Vorstand des Landesverbands KDG Württemberg. Im Gespräch mit Jürgen Kehrer erzählt sie von ihren Erfahrungen in der Corona-Zeit.

Kehrer: Frau Polinski, sie haben mit dem Hotel und Restaurant Lamm in Remshalden bei Stuttgart ein familiengeführtes Haus in jahrhundertelanger Tradition. Wie haben Sie die Coronazeit erlebt?

Polinski: Wir mussten 8 Wochen schließen, haben uns dann entschieden einen To-Go-Essenservice zu machen und der lief gut. Damit konnten wir unsere 10 Azubis weiterbeschäftigen und mein Mann und ich hatten auch eine Struktur an jedem Tag. Abends hatten wir frei, was ungewöhnlich für uns ist. Daher haben wir die freie Zeit mit unseren Kindern und Schwiegerkindern und Geschwistern verbracht und viele wertvolle Gespräche geführt.

Kehrer: Sie haben 36 Angestellte. Wie aktuell ist die Situation der Angestellten?

Polinski: Alle waren in Kurzarbeit bis auf die 10 Azubis. Am 18.5. haben wir mit der Eröffnung alle aus der Kurzarbeit geholt. Nur die Etagen-mitarbeiter sind erst ab Juni wieder im Betrieb gewesen. Nur 2 Mitarbeiter, die auf 450 Euro-Basis angestellt waren, haben wir nicht mehr eingestellt. Alle anderen Minijobber sind wieder da.

Kehrer: Wie gehen Sie eigentlich finanziell mit der Lage um, werden Sie die Krise glimpflich überstehen?

Polinski: Das Hotel läuft schlecht, da die Geschäftsleute nicht übernachten und internationale Gäste noch nicht kommen. Wir haben 250.000 Euro aufgenommen, da wir ca. 80.000 Euro Fixkosten im Monat haben. Unser Betrieb hat ein gutes und gesundes Fundament. Unsere Betriebsschließungsversicherung hat uns einen Betrag von knapp 100.000 Euro überwiesen. Die waren wichtig während der Schließzeit.

Kehrer: Was haben Sie bisher aus der Coronasituation für Lehren gezogen?

Polinski: Es war eine besondere Zeit. Aber die Familie hält zusammen und wir haben neu den Wert des Zusammenseins entdeckt. Wertvolle Gespräche und Entscheidungen sind entstanden in der Zeit und Vertrauen zueinander. Mit Gottes Hilfe konnte ich immer positiv jeden Tag beginnen und haben auch versucht, jedem Tag etwas Besonderes abzugewinnen. Unsere Gäste sind dankbarer geworden nach Corona und waren einfach nur froh, wieder zum Essen zu gehen und Menschen zu treffen.

Das Interview führte Jürgen Kehrer, Landesreferent für KDG in Württemberg

Gottesdienst für das Gastgewerbe (Gasthausmission)

So bequem konnten Sie noch nie am Gottesdienst für das Gastgewerbe teilnehmen. Einfach von zu Hause aus in unseren YouTube-Kanal einwählen.

Im Gottesdienst kommen Menschen aus der Branche zu Wort: Sebastian Riesner (Geschäftsführer NGG Ost), Christian Andresen (Präsident DEHOGA Berlin) und andere. Anschließend gibt es die Möglichkeit zum digitalen Austausch. Sie finden am Sonntag das kleine Chatsymbol auf unserer Website unten rechts. Wir sind bis 20 Uhr für Sie erreichbar.
Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind!

Schalten Sie ein, wenn es heißt: Corona – beten und hoffen.
Bleiben Sie behütet und gesund

Ihr Team von der Berliner Gasthausmission e.V.
Hans-Georg Filker, Jan von Campenhausen, Susanne Hornauer, Sarah Stumpf

Vergesst eure Wirte nicht! (Bundesverband/Württemberg)

Seit der strikten Ausgangs- und Veranstaltungsregeln wegen der Corona-Pandemie hat es die Gastronomie schwer. Tobias Schneider, stellv. Vorsitzender des Bundesverbands Kirchlicher Dienste im Gastgewerbe richtet deshalb einen Appell an die Gemeinden:

Tobias Schneider ist stellv. Vorsitzender des Bundesverbands kirchlicher Dienste im Gastgewerbe und Vorsitzender des Landesverbands KDG in Württemberg.

Die Gastronomie und das Hotelgewerbe gehören zu den Branchen, die von den Einschränkungen durch die Corona-Krise sehr stark betroffen sind. In kleinen und großen Betrieben herrscht große Unsicherheit und auch Zukunftsangst. Oft gibt es finanzielle Verpflichtungen, die trotz mangelnder Einnahmen bedient werden müssen – nicht zuletzt durch die Gehälter der Mitarbeitenden. Nicht alle Betriebe haben zudem Versicherungen, die zumindest einen Teil der Ausfallkosten übernehmen können. Und schon jetzt sind viele Verantstaltungen und Feiern für das gesamte Jahr abgesagt – die Ausfälle werden sich also noch Monate hinziehen.

Das Gastgewerbe ist in der Bibel an vielen Stellen mit dem Glauben verknüpft. Durch Erzählungen, in denen Gastwirte eine Rolle spielen, aber auch durch Bilder und Vergleiche. Der bekannteste stammt dabei wohl aus Psalm 23, wo Gott selbst mit einem Wirt verglichen wird.

Auch im Gemeindeleben, an den kirchlichen Festen und Familienfeiern im Lebenslauf, sorgen oft die Gastronomen für einen feierlichen und wohltuenden Rahmen. Durch die gute Bewirtung bei Feierlichkeiten wird von der Taufe bis zur Beerdigung leiblich erfahrbar, dass Gott es gut mit uns meint – in Freude und im Leid.

All dies ist zur Zeit kaum oder gar nicht möglich. Umso wichtiger ist es, dass wir diese Branche in den herausfordernden Zeiten unterstützen. Darum liebe Kirchengemeinden: Vergesst eure Wirtinnen und Wirte nicht. Denkt an sie und ihre Familien in den Fürbitten, kümmert euch um ihre Sorgen in der Seelsorge, seid da, wenn sie Zuspruch und ein zuhörendes Ohr brauchen.

Und nicht zuletzt ist es wichtig, die lokalen Gastronomiebetriebe durch die Nutzung von Abhol- und Lieferdiensten zu unterstützen. Auch wenn dabei nur ein Bruchteil der sonstigen Einnahmen möglich ist, so hilft es den Betrieben dennoch und es ist ein Zeichen der Solidarität und der Wahrnehmung der Nöte der Gastronomen.

Nicht umsonst steht die Gastfreundschaft, die zentrale Grundlage des Gastgewerbes, in Römer 12 direkt neben der Aufforderung zur Fürsorge und dem gegenseitigen Beistand:

Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. Nehmt euch der Nöte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft.
(Römer 12,12-13)